Die berufliche Didaktik nimmt sich vor, die Arbeit im Hinblick auf die Bildung der beruflichen Kompetenzen zu analysieren. In Frankreich am Ende der 90er Jahre geboren, verbindet sie ein Praxisfeld (die Erwachsenenfortbildung) und drei theoretischen Strömungen (die Entwicklungspsychologie, die kognitive Ergonomie und die Didaktik) und stützt sich auf die Theorie der Konzeptualisierung in der Tätigkeit im Piagetscher Sinne. Ihre Hypothese lautet: die menschliche Aktivität ist in Form von Schemen organisiert, deren zentraler Kern aus pragmatischen Begriffen besteht.

Sie versucht, ein Gleichgewicht zwischen zwei Perspektiven herzustellen: eine theoretische und epistemologische Überlegung über die Grundlage der menschlichen Kenntnissen, eine Bemühung, ihre Analysenmethoden zu operationalisieren, um sie in ein Ausbildungskönnen umzusetzen. Die von ihr entwickelte Analyse der Arbeit hat mit der industriellen Arbeit angefangen und hat sich bis zu den Dienstleistungs- und Unterrichtsaktivitäten ausgebreitet. Diese Arbeitsanalyse hat eine doppelte Rolle: sie ist eine Vorbedingung zum Bau einer Ausbildung. Sie ist auch in ihrer reflexiven Dimension ein wichtiges Lerninstrument.

Pierre Pastré, Patrick Mayen et Gérard Vergnaud, « La didactique professionnelle », Revue française de pédagogie [En ligne], 154 | janvier-mars 2006, mis en ligne le 01 mars 2010, consulté le 12 mars 2018. URL : https://journals.openedition.org/rfp/157  DOI : 10.4000/rfp.157